Bist du neugierig auf die Gründung eines Handelsunternehmens? Willst du von der Schule direkt ins erfolgreiche Unternehmertum abheben?

Dann bin ich dein Mann! Mein Name ist Arthur Varnholt und ich habe mit 16 meine eigene Bierbrauerei gegründet.

Von der heimischen Küche zur Brauerei

Mein Unternehmen begann als Hobby in meiner Küche. Ich hatte reichlich Freizeit, also fing ich mit dem Bierbrauen an. Meine Freizeit, außerhalb der Schule, habe ich genutzt, um mein eigenes Bier zu brauen und zu vermarkten. Viele Menschen haben eine zu komplizierte Vorstellung vom Bierbrauen, besonders in den eigenen vier Wänden. Du brauchst nicht wirklich viel Ausrüstung, lediglich einige Töpfe und einen Gärbehälter, den du in deinem örtlichen Brauereigeschäft kaufen kannst. Ich habe mir die Brautechniken autodidaktisch beigebracht, hauptsächlich aus dem Internet und über YouTube, aber ich habe auch mit einigen Experten und professionellen Brauern gesprochen.

Zunächst wollte ich wirklich nicht voll in die Brauindustrie einsteigen – ich wusste, dass es schwierig sein würde, ein neues Bier zu kreieren und es auf den Markt zu bringen, da es bereits so unfassbar viel Auswahl gibt! Aber ich habe meine Meinung schnell geändert, als die Covid-19-Pandemie begann. Ich hatte mehr Zeit als je zuvor und war schon immer daran interessiert, ein kleines Unternehmen zu führen, ein Produkt und einen Mehrwert zu schaffen.

Ich wäre nicht hier ohne das positive Feedback, das ich von den Leuten um mich herum bekommen habe. Familie und Freunde, die mein Bier probierten, sagten: „Warum versuchst du es nicht, es zu verkaufen?“. Da beschloss ich, das Unternehmen ernstzunehmen, aber ich hätte nie gedacht, dass es so groß werden würde, wie es jetzt ist. Derzeit ist meine Brauerei 37 Quadratmeter groß und kann ungefähr 10.000 Liter Bier pro Jahr produzieren. Aktuell produzieren wir ungefähr 2.000 Liter pro Jahr.

Aus der Schule ins Handelsunternehmen

Ich war noch sehr jung, als ich mein Unternehmen gründete. Ich besuchte eine Fachschule für Informatik und fing nebenbei an zu brauen, aber nach und nach merkte ich, dass beides gleichzeitig extrem zeitraubend wurde, also musste ich mich entscheiden. Ich habe mein Studium auf Eis gelegt, mit der Option, nach einem Jahr wiederzukommen, falls meine Brauerei keinen Erfolg haben sollte.

Irgendwann weiß man einfach, was das Richtige für einen ist. Je mehr Zeit du für dein Geschäft aufwendest, desto leidenschaftlicher wirst du dabei. Du investierst darin und weißt schnell, ob du bereit bist, dich ganztägig damit zu beschäftigen. Im weiteren Verlauf gibt es unendlich viel zu tun – definitiv genug, um deine Tage voll auszufüllen!

Generell bekam ich viel Unterstützung aus meinem Umfeld. Das Unternehmertum liegt in meiner Familie, da meine Mutter und mein Großvater beide Unternehmer sind. Einige Leute haben mich durchaus kritisiert und mir geraten, mein Studium abzuschließen, bevor ich mich auf den Weg ins Business mache. Obwohl ihre Bedenken natürlich nicht ganz unbegründet sind, wusste ich, dass ich die Entscheidung treffen musste, mich jetzt und nicht erst in ein paar Jahren auf mein Geschäft zu konzentrieren.

Die Herausforderungen bei der Kreation eines physischen Verkaufsartikels

Ehrlich gesagt, ich könnte ungefähr 100 Herausforderungen aufzählen, denen ich bei der Entwicklung und Vermarktung meines Bieres begegnet bin.

Der vielleicht offensichtlichste Aspekt ist der gesättigte Markt. Wusstest du, dass die Schweiz das Land mit den meisten Brauereien pro Einwohner weltweit ist? Da hat es unzählige verschiedene Brauereien und Biere, mit denen man konkurrieren muss. Im Gegensatz zu Branchen wie der Technologie, in denen alle paar Wochen neue Dinge auf den Markt kommen, ist es schwierig, ein brandneues Bier zu entwickeln. Glücklicherweise ändert sich die Denkweise der Kunden und die Leute sind heute aufgeschlossener, lokale Craft-Biere in kleinen Mengen zu probieren.

Eine weitere große Herausforderung liegt in der Logistik. Wenn wir ein Handelsunternehmen gründen, gibt es immer ein logistisches Problem, auf das wir eine Antwort finden müssen. Eine der größten Schwierigkeiten ist der Transport – zu Beginn meiner Brauerkarriere musste ich sogar 8 Kisten Bier im Zug transportieren, da ich keinen Führerschein hatte. Das sind über 100 kg Bier auf einem kleinen Trolley!

Auch die Verwaltung der Verträge und des Kundenstamms ist manchmal problematisch. Ich gehe Tag für Tag durch und überprüfe meine Einnahmen und Ziele je nach Vertrag ständig neu.

Essenzielle Ratschläge für ambitionierte Unternehmensgründer

  • Sammle so viel Feedback, wie du kannst. Wenn du dein Produkt zum ersten Mal erstellst, bringe alle dazu, es auszuprobieren, einschließlich Personen, die dir möglicherweise nicht nur positives Feedback geben. Sammle Informationen und passe dein Produkt entsprechend an.
  • Finde Kunden, bevor du produzierst. Dies gilt insbesondere, wenn dein Produkt verderblich ist. Du willst keinesfalls überproduzieren und dein Produkt wegwerfen müssen.
  • Mache auf dich aufmerksam. Generiere so viel öffentliche und mediale Aufmerksamkeit wie möglich, denn das gibt dir eine freie Bühne, um dein Produkt zu bewerben. Dies ist die billigste und effektivste Art, Marketing zu betreiben.

Ich hoffe, meine Erkenntnisse haben dich dazu inspiriert, den Sprung zu wagen und dein eigenes Handelsgeschäft zu gründen! Während alle über Krypto und NFTs sprechen, bin ich persönlich sehr zufrieden damit, etwas Greifbares zu produzieren und echten Wert zu schaffen, den die Leute sehen (und schmecken!) können. Falls du glaubst, das richtige Produkt zu haben, dann zögere nicht!

About the author
Arthur Varnholt

Ich bin Arthur von Schiffbrau. Ich bin 18 Jahre jung und mit Abstand der jüngste Berufsbrauer aus der Schweiz. Ich genieße gutes Essen und suche immer nach dem Extra an Qualität.

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