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Bist du ein Erstgründer, der sein Unternehmen ausbauen möchte, aber unsicher ist, welchen Weg der Mittelbeschaffung du einschlagen sollst?

Mein Name ist Philipp Merk, ich bin ein erfahrener Unternehmer mit sieben Jahren Erfahrung im Start-Up-Ecosystem und ich kann dir dazu verhelfen, den besten Weg für dein Unternehmen zu finden!

Zunächst ein bisschen was über mich. Ich habe einen technischen Berufshintergrund in den Bereichen Ingenieurwesen und Data Science und habe mein Studium am MIT vor Beginn meines Masterstudiums abgebrochen, um mein eigenes Business zu gründen. So leidenschaftlich bin ich in Sachen Entrepreneurship –  und ich habe meine Entscheidung niemals bereut!

Ich war an einer Reihe verschiedener Projekte beteiligt, bei denen es meist um coole, neuartige Technologien und Innovationen ging. Angefangen habe ich in der Satellitenentwicklung, wo ich bei Airbus an einem Satelliten zur Überwachung der Treibhausgasemissionen einzelner Länder mitgearbeitet habe. Die Unternehmensstrukturen langweilten mich schnell und ich begann bei einem deutschen Unicorn namens Lilium zu arbeiten.

Später gründete ich zusammen mit drei Mitgründern Loewi, ein Health-Start-Up, das personalisierte Vitaminpräparate auf der Grundlage der Bluttests der einzelnen Personen herstellen will. Wir haben das Unternehmen mittlerweile verkauft, nachdem wir es drei Jahre lang skaliert hatten, aber ich bin in den Übergang involviert und stehe auch verschiedenen Start-Up-Projekten beratend zur Seite.

In meiner bisherigen Zeit als Unternehmer habe ich viel über Fundraising gelernt und dabei etliche Fehler begangen. Ich hoffe, meine Erkenntnisse können dich aufklären und dir helfen, die bestmöglichen Entscheidungen für dein Business zu treffen!

Welche verschiedenen Fundraising-Optionen gibt es?

Die erste Hürde, vor der du stehen könntest, ist die Wahl des besten Weges zur Mittelbeschaffung für dich und dein Business. Es gibt zahllose Möglichkeiten, aber nicht alle sind auch für jedes Unternehmen geeignet.

Bootstrapping. Das bedeutet im Wesentlichen, dass du dein Unternehmen selbst finanzierst, es zu einem Unicorn machst und es dann schließlich verkaufst. Diese Option eignet sich am besten, wenn du entweder nicht viele Ausgaben hast oder wenn du bereits über Kapital verfügst, z.B. durch deine eigenen Rücklagen oder durch Freunde und Familie.

Staatliche Zuschüsse & Finanzierungen. Regierungen haben oft Programme zur Unterstützung von Start-Ups und Innovationen, meist mit dem Ziel, Arbeitsplätze im Land zu schaffen. Diese Programme sind ideal für Erstgründer, die noch studieren oder sich nicht sicher sind, ob sie ihr Unternehmen hauptberuflich betreiben wollen, denn dieser Weg ist risikofrei.

Business Angels. Das sind wohlhabende Personen, die oft schon ein Unternehmen gegründet haben, Erfahrung in einem bestimmten Bereich haben und andere Gründer mit Geld und ihrem Fachwissen unterstützen wollen. Diese Option eignet sich gut für eine kleinere Runde als VC, aber auch, wenn du Rat oder einen Mentor in einer bestimmten Branche brauchst.

Risikokapital (VC). Risikokapitalgeber haben das große Geld und berücksichtigen nur große Summen (in der Regel nicht weniger als ein paar Hunderttausend). Dies ist die beste Option, wenn du ein Unternehmen hast, das bereits einen soliden Umsatz erwirtschaftet, viele Kundenkontakte hat, und du es schnell vergrößern musst.

Bootstrapping

Bootstrapping ist eine exzellente Lösung, wenn du eine Geschäftsidee hast, die nicht auf Forschung oder Produktentwicklung basiert. Das kann zum Beispiel ein einfaches Produkt sein, wie ein Getränk, das du kreiert hast: Du brauchst nur die Finanzierung für die erste Charge, und von da an kannst du schnell Cashflow generieren.

Eine andere Art von Unternehmen, die man mit Bootstrapping betreiben kann, sind Agenturen oder Beratungsunternehmen, die ihre Zeit verkaufen, nicht ein Produkt im eigentlichen Sinne. Diese Unternehmen müssen nicht so schnell skalieren, und du solltest in der Lage sein, deine Kosten mit einer begrenzten Menge an Mitteln zu decken.

Eine kurze Warnung zum Bootstrapping: Falls du dein Unternehmen schon seit ein paar Jahren auf diese Weise betreibst und es nicht so recht klappt, könnte die Versuchung groß sein, sich nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten umzusehen. An diesem Punkt ist es jedoch wichtig, realistisch zu sein – gibt es nur ein Problem mit deinem Unternehmen? In vielen Fällen ist es sinnvoller, die Verluste zu begrenzen, bevor du dich wochenlang mit der Akquise und dem Pitching beschäftigst.

Staatliche Finanzierungen & Zuschüsse

Diese Option eignet sich gut für Gründer, die sich noch im Studium befinden und nicht sicher sind, ob sie sich zu 100% auf eine Idee einlassen wollen. Die meisten Zuschüsse und staatlichen Förderungen sind risikofrei, d.h. du musst kein Eigenkapital abgeben und nichts zurückzahlen. Das ist eine gute Möglichkeit, um zu experimentieren und zu sehen, ob dein Unternehmen funktioniert, ohne etwas zu riskieren.

In Deutschland existiert ein System namens EXIST. Dieses Programm richtet sich speziell an Erstgründer und Unternehmen in der Frühphase. Um teilnahmeberechtigt zu sein, darfst du kein bestehendes Unternehmen haben (z. B. eine GmbH) und musst einen 30-seitigen Antrag einreichen. Wenn du ausgewählt wirst, erhältst du 125.000 EUR für ein Jahr, um die Entwicklung von Prototypen, Gehälter usw. zu finanzieren.

Ein Äquivalent in der EU ist das Euro Stars-Programm: Mit einem einfachen Antrag kannst du bis zu 500.000 EUR erhalten. Voraussetzung ist, dass du bereits ein Unternehmen gegründet hast, denn du musst einen Nachweis über die Finanzen des Unternehmens erbringen. Das ist also eine gute Option, wenn dein Start-Up schon ein paar Jahre alt ist und du zum Beispiel eine neue Produktlinie aufbauen willst.

Diese Zuschüsse variieren von Land zu Land, also erkundige dich in deinem Heimatland nach den jeweiligen Programmen!

Business Angels

Sofern du den Weg des Risikokapitals einschlagen willst, aber zum ersten Mal gründest, könnte ein Business Angel die beste Option für dein Unternehmen sein. Mit einem Business Angel hast du nicht nur einen persönlicheren Aspekt in der Geschäftsbeziehung, sondern er ist auch in der Regel leichter zugänglich.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Business Angels in der Regel um Personen, die bereits Unternehmen gegründet haben und nun jungen Gründern mit ihrem Geld und ihrem Fachwissen helfen wollen. Im Idealfall ist der Business Angel, mit dem du zusammenarbeitest, in derselben Branche tätig wie du, damit du von seinem Wissen optimal profitieren kannst. Ein weiterer Bonus ist, wenn er dich bei deinen nächsten Finanzierungsrunden unterstützen kann, indem er dich zum Beispiel mit VCs zusammenbringt.

Wie kannst du also einen Business Angel finden, der dein Business unterstützt? Sprich mit anderen Gründern im Start-Up-System und sie werden wahrscheinlich eine Excel-Tabelle mit Namen und Kontaktdaten von Business Angels parat haben. Finde anhand deiner Recherchen und dieser Daten heraus, welche Personen gut zu dir passen könnten, und kontaktiere sie auf LinkedIn. Sei ehrlich und offen mit dem, was du willst, lade sie zu einem Kaffee ein und baue eine persönliche Beziehung auf.

Bei Business Angels ist es wichtig, dass du die Anzahl limitierst. Es mag zwar verlockend sein, hier und da mehr Leute 5.000 oder 10.000 EUR investieren zu lassen, aber das kann dem Image deines Unternehmens schaden. Eine geringere Anzahl von Investoren hilft den ausgewählten Business Angels, sich stärker in dein Vorhaben involviert zu fühlen.

Risikokapital (VC)

Wäge deine Optionen sorgfältig ab, bevor du dich für den Weg des Risikokapitals entscheidest. Es ist ein riesiger Aufwand, der oft nicht sonderlich lohnend ist.

Risikokapitalgeber investieren in Hunderte von Unternehmen, in der Erwartung, dass mindestens eines von ihnen den gesamten Fonds trägt. Dein Unternehmen muss also das Potenzial haben, genug Rendite zu erwirtschaften, damit sich der Fonds für dich interessiert. Dieses Konzept wird als Power-Law-Distribution bezeichnet: VCs betrachten dein Unternehmen genau, schätzen ab, wo es in fünf Jahren stehen wird, wie hoch ihr Anteil an dem Unternehmen dann sein wird und ob das ausreicht, um den gesamten Fonds finanziert zu haben.

Falls du überlegst, dich an Risikokapitalgeber zu wenden, solltest du dich fragen, ob dein Produkt wirklich entwicklungsintensiv ist. Falls dies der Fall ist, dann wende dich an VCs. Wenn du den Product-Market-Fit erreicht hast, wenn dein Posteingang voller eingehender Leads ist, ohne dass du Marketing brauchst, und du einfach nur so schnell wie möglich skalieren musst, dann ist VC der richtige Weg. Risikokapital gibt dir die Möglichkeit, dein Unternehmen schnell zu vergrößern.

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