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Mein Name ist Martin Simacek, ich bin Senior Data Analyst und Gründer von Zasaď život, einem technologieorientierten Unternehmen, das sich mit den drängenden Fragen der Abholzung, des CO2-Fußabdrucks und des Klimawandels auseinandersetzt. Bitte beachte vor dem Lesen dieses Artikels, dass die Erfahrungen, die diesem zugrunde liegen, aus den MOE-Ländern, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden stammen und deshalb Abweichungen zu deiner Region bestehen können.

Als junger Gründer oder als jemand, der eine brillante Geschäftsidee hat, bist du vermutlich geneigt, zunächst auf Google gehen und nach all den verschiedenen Möglichkeiten zu suchen, um dein Start-up auf die nächste Ebene zu katapultieren. 

Du wirst dabei auf Accelerators, Angels, VCs, Netzwerkgruppen und andere Organisationen stoßen, die dir unaufhörlich Workshops, Mentoring und manchmal sogar finanzielle Unterstützung anbieten, um dir dabei zu helfen, dein Wachstum anzukurbeln. Diese Organisationen, die den Großteil des heutigen Start-up-Ökosystems ausmachen, sind jedoch nicht immer die beste Wahl, wenn es darum geht, dein Unternehmen aufzubauen. 

Junge Unternehmer tendieren dazu, manches zu überstürzen und riskieren dabei, dass sie im Ökosystem der Start-ups untergehen. Mit begrenzter Erfahrung ist es jedoch oft besser, einen Gang zurückzuschalten und sich abzusichern, bevor man neue Wege beschreitet. 

Die Vorteile einer Abkehr aus dem Start-up-Ökosystem als junger Gründer

Die Abkehr aus dem Start-up-Ökosystem kann für dich als junger Gründer durchaus von Vorteil sein. Jüngste Studien haben gezeigt, dass Unternehmer in der Mitte ihrer Jahre fünfmal wahrscheinlicher ein erfolgreiches Unternehmen leiten als solche, die direkt von der Hochschule kommen.

In Verbindung mit der Statistik, dass 90% aller Start-ups scheitern, begibst du dich als junger Gründer² demzufolge in unbekanntes Terrain. Deshalb ist es wichtig, dass du jeden Schritt, den du unternimmst, sorgfältig abwägst und deine Zeit zielführend verwendest. Ich werde in den folgenden Zeilen versuchen, ein paar häufige Fallstricke zu erläutern und dir zeigen, wie du ihnen aus dem Weg gehen kannst.

Wenn du nicht gerade einen Paradigmenwechsel vollziehst und clever vorgehst, wird der Start deines ersten Unternehmens zunächst noch kein Vollzeitjob sein. Deshalb ist ein effektives Zeitmanagement eine wichtige Fähigkeit, die du schon früh entwickeln solltest. Bei so vielen Accelerator-, Netzwerk- und Mentorenangeboten, die sich vor allem an junge und studentische Gründer richten, scheint es verlockend, sich zu verzweigen und sich bei so vielen Angeboten wie möglich zu bewerben. 

Das ist genau die Art von Strategie, die dein Vorhaben gefährden kann. Bewerbungen benötigen Zeit, und die Teilnahme an einem Programm bündelt die Ressourchen, die du in dein Projekt investieren könntest – vor allem, wenn du in mehr als einem Programm angenommen wirst.

Natürlich gibt es tolle Gelegenheiten, die du dir nicht entgehen lassen darfst. Ich spreche hierbei von Programmen wie Y Combinator, EWOR oder Sigma Squared. Abgesehen von einigen Perlen wie den eben erwähnten, solltest du davon ausgehen, dass die meisten Gründerveranstaltungen Zeitverschwendung sind und dass viele der Kontakte, die du dort knüpfst, nutzlos sind. 

Glaub mir, du brauchst keinen Gründungsmentor, dessen einzige Erfahrung darin besteht, 40 Jahre lang die Karriereleiter eines Unternehmens erklommen zu haben. Spare stattdessen die Zeit, die du für diese Programme aufgewendet hättest und konzentriere dich auf die entscheidenden Schritte deines Unternehmens. Es ist zielführender, zuerst an deiner Idee zu arbeiten und die Herausforderungen zu verstehen und erst danach auf dieser Grundlage zu versuchen, die richtigen Leute und Organisationen zu finden, die dich unterstützen. 

Außerdem kannst du dir ein deutlich effizienteres Netzwerk aufbauen, wenn du selektiv bei der Frage vorgehst, mit wem du dich vernetzt. Vor allem in kleineren Ländern wirst du oft feststellen, dass jeder jeden kennt und dass es unproduktiv sein kann, in mehreren Ökosystemen engagiert zu sein.

Der kontroverse Ansatz, dem Start-up-Ökosystem zu entgehen

Ein unorthodoxer Weg, einem Start-up-Ökosystem fernzubleiben, besteht darin ein Start-up nicht in seiner üblichen Form zu gründen. Moderne Start-ups in ruhigeren Sektoren (ich spreche nicht vom Healthsektor und ähnlichem) sind häufig besessen von Innovation und der Notwendigkeit, den nächsten revolutionären Ansatz zu entwickeln. Das führt häufig dazu, dass bestehende Produkte schlicht übernommen werden und mit geringen Anpassungen zu einem Nischenprodukt werden, um ein Unterscheidungsmerkmal vorweisen zu können. 

Dein Start-up muss aber nicht zwingend auf Innovation und Originalität ausgerichtet sein, um erfolgreich zu sein.

Abgesehen von vielen fragwürdigen Produkten, die von Start-ups verkauft werden, welche auf Innovation setzen, haben diese Unternehmen in der Regel auch eine Fülle von Investoren im Nacken sitzen. Innovation ist teuer und deshalb können die meisten Gründer ihr Produkt nicht ohne die Unterstützung von Investoren entwickeln. 

Es ist genau dieser teuflische Finanzierungskreislauf, in dem Start-ups gefangen sind, der zu ihrem Untergang führen kann. Von der Pre-Seed- über die Seed- bis hin zur Series-Phase geraten Gründer oft unter Zugzwang, neues Kapital zu beschaffen, um sich über Wasser zu halten. Dabei rückt der Kern ihres Unternehmens und die Leidenschaft, mit der sie es gegründet haben, in den Hintergrund.

Natürlich werden die meisten Gründer früher oder später auf die Unterstützung von Investoren angewiesen sein, aber auch dann gilt: Wenn du dir etwas Entwicklungszeit nimmst, wirst du später mehr Einfluss haben, sobald du eines Tages vor Investoren trittst, um dein Produkt zu präsentieren. Du solltest keine falsche Dankbarkeit dafür empfinden, dass jemand in dich investiert hat, sondern ein Investor sollte es schätzen, dass du ihm die Chance gegeben hast, Teil deines Unternehmens zu werden.

Mein bester Tipp für junge Gründerinnen und Gründer

Sei misstrauisch gegenüber Organisationen, die Start-up-Gründern Dienstleistungen und Accelerators anbieten, vor allem dann, wenn sie eine Gebühr verlangen. Die meisten Programme und Veranstaltungen, die es gibt, bieten soliden und fähigen Gründern nur begrenzte Vorteile. 

Konzentriere dich lieber auf dein MVP und bringe den Ball von sukzessive ins Rollen. Es ist immer besser, mit Stakeholdern zu interagieren, wenn du ein solides Produkt und auch schon ein paar Kunden hast. 

Außerdem solltest du bedenken, dass Innovation nicht alles ist. Bei deinem ersten Start-up wirkt es sich vorteilhaft aus, mit einer klar strukturierten Idee zu starten, statt mit einer verwässerten Version dieser und einer Vielzahl von Investoren hantieren zu müssen. In jedem Fall würde ich empfehlen, mindestens so lange geduldig zu bleiben, bis du deine ersten zahlenden Kunden vorweisen kannst. 

Schließlich solltest du beachten: Egal, welchen Weg du einschlägst, als junger Gründer wirst du eine steile Lernkurve durchmachen. Nutze jede Gelegenheit, um aus deinen Fehlern zu lernen und deine Errungenschaften zu verstehen, um dich voranzutreiben. So stellst du sicher, dass dein Unternehmen nicht zu den 90 % gehört, sondern stattdessen zu den 10 %, die erfolgreich sind.

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