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Mit einem Social Social Start-Up meinen wir keinen Workplace, der dir helfen soll, Anschluss zu finden! Ein Social Start-Up ist vielmehr eine Organisation, die ins Leben gerufen wurde, um etwas nachhaltig zu verändern oder ein bestimmtes gesellschaftliches Problem zu lösen.

Das EWOR-Team hatte das Vergnügen, mit Clarissa Heidenreich, einer Studentin der Betriebswirtschaftslehre und des Rechts an der Universität Mannheim, darüber zu sprechen, warum ihre Zukunft im Bereich Social Impact Start-ups liegt. Clarissa war im Jahr 2020 EWOR-Stipendiatin und arbeitet derzeit an ihrem eigenen Impact Start-up, das sie während ihres Studiums gegründet hat.

Lies weiter, um ihre inspirierende Geschichte zu hören!

Worin liegt der Unterschied zwischen einem konventionellen Start-Up und einem Social Start-Up?

Clarissa erläuterte zunächst, dass sich gewinnorientierte Unternehmen immer intensiver ihrer Verantwortung bewusst werden und wissen, wie sich ihre Produkte und Dienstleistungen auf andere Stakeholder auswirken – was zweifelsohne ein Schritt in die richtige Richtung ist. Sie erklärte jedoch, dass sich ein solches Umfeld immer noch stark von dem eines Social Start-Ups unterscheidet.

Für ein Social Start-Up lautet die Frage: „Wie können wir unsere Mission noch wirkungsvoller erfüllen?”, während es für ein traditionelles Unternehmen eher heißt: „Wie können wir uns für Investoren attraktiver machen?”, so fasste sie zusammen. Bei einem Social Start-Up genießt der Impact die höchste Priorität.

Neben der Suche nach einem Problem oder einer gesellschaftlichen Frage, die es zu lösen gilt, zielen Social Start-Ups auch darauf ab, die Menschen aufzuklären und das Bewusstsein für die Sache zu schärfen, der sie dienen wollen. Es ist dabei außerordentlich wichtig, dass die Menschen erfajren, warum es wichtig ist, ein bestimmtes Problem zu lösen, erklärt Clarissa.

Die Bedeutung des Unternehmertums in einem Social Start-Up

„Die zweite Priorität bei einem solchen Start-Up ist es, zu sehen, wie Zahlen und Finanzmodelle dieses Impacts zu Zwecken der Skalierung beitragen können”, so Clarissa weiter. Da Gewinne nicht im Vordergrund stehen, werden Investoren und Geldgeber oft von Social Impact Start-ups abgeschreckt.

Hier kommen die Tools des Unternehmertums ins Spiel, die du nutzen kannst, um für eine möglichst große Zahl von Menschen einen Mehrwert zu schaffen. Auch wenn sie den Gewinn nicht als Maßstab für den Erfolg ansehen, müssen Social Start-ups dennoch wie ein Unternehmen arbeiten und Gewinn machen, um ihre gewünschte Wirkung zu entfalten.

Laut Clarissa sind Social Start-ups daher eine Art Mittelweg zwischen traditionellen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen, die jeden einzelnen Cent in die Sache investieren. „Wenn du ein wirklich skalierbares Business haben willst, musst du irgendwann auch Löhne und Gehälter einkalkulieren – dazu sollte ein nachhaltiges Geschäftsmodell in der Lage sein”, fasst sie zusammen.

Wir haben Clarissa befragt, warum sie sich für den Weg des Unternehmertums entschieden hat und warum sie ihn für soziale Zwecke nutzt. „Wir haben an der Hochschule eine Vielzahl von Initiativen, man kann im Grunde alles machen, was man will”, erklärte sie. Eine dieser Initiativen half Studenten dabei, Social Start-Ups zu gründen, welche die größten Probleme der Welt angehen.

„Zuerst dachte ich: Wie können die Studenten, die ich treffe und mit denen ich spreche, neben ihrem Studium etwas aufbauen, das einen Unterschied macht?”, scherzte sie. Sie sprach mit Projekt Managern und war von ihnen und den Initiativen, die sie unterstützten, inspiriert. „Wie toll ist es, wenn man seine Zeit für etwas einsetzt, das das Leben der Menschen positiv verändert? Nicht nur etwas zu schaffen, das bedeutet, dass man einen Knopf weniger klicken muss, um etwas zu erreichen, sondern tatsächlich einen positiven Unterschied zu bewirken.”

Clarissa erklärt, dass sie zwei verschiedene Seiten hat: eine, die gerne strukturiert, strategisch vorgeht und plant, und eine, die eher kreativer Natur ist. „Diese beiden Seiten lassen sich perfekt als Entrepreneur kombinieren. Entrepreneurship ist die Art und Weise, wie du etwas in deinem Kopf auf strukturierte Weise in der Realität umsetzen kannst”, stellte sie klar.

„Für mich ist das eine Möglichkeit, die Gesellschaft voranzubringen”, fuhr Clarissa fort. Sie ist zu dem Schluss gekommen, dass sie einen großen Wert schaffen kann, indem sie ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für eine Sache einsetzt, an die sie glaubt.

Die Herausforderungen für eine Social Impact Organisation

Abgesehen von der Schwierigkeit, Finanzmittel und Investitionen zu erhalten, erklärt Clarissa, dass soziale Start-ups schwer zu managen sind, da viele von ihnen auf freiwilliger und kostenloser Arbeit beruhen. Das bedeutet, dass die Belegschaft oft stark fluktuiert, da die Mitarbeiter jederzeit zum Studium oder zu einer bezahlten Tätigkeit wechseln können.

„Das Problem ist, dass Social Start-ups im Lebenslauf nicht so attraktiv aussehen wie ein großes Unternehmen”, beklagte sie. „Als Gesellschaft müssen wir uns vom Gewinn als Maßstab für die Bewertung und den Erfolg verabschieden und einen breiteren Maßstab anlegen. Wir müssen anerkennen, dass der Fortschritt, den Social Start-ups bewirken, eine andere Art von Erfolg ist, als nur viel Geld zu verdienen, aber dass er auf der gleichen Ebene liegt. Wenn dies erstmal der Fall ist, werden Organisationen mit sozialem Impact auch für die besten Absolventen interessanter, erklärt Clarissa.

Sie wies aber auch darauf hin, dass der Vorteil einer positiven gesellschaftlichen Auswirkung darin besteht, dass es oft einfacher ist, kostenlosen Rat oder Beratung von Rechts- und Unternehmensmentoren zu erhalten. Die Firmen sind in der Regel eher bereit, einem Social Start-up zu helfen als einem Unternehmen, das auf hohe Gewinne aus ist.

Ein weiteres Problem, das bei Social Start-Ups immer wieder auftritt, ist das Impact Measurement. „Es gibt hierfür keinen Standard und es gibt eine Menge Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen”, erklärt Clarissa. „Das ist bis heute ein großes Problem für soziale Organisationen und auch für Start-Ups.”

Das Hauptproblem ist, dass die Theorie der sozialen Wirkung oft nicht mit der Praxis in Einklang steht. Die Entwicklung interner Kennzahlen, wie die Anzahl der ausgegebenen Produkte, der gesammelten Spendengelder oder der Anzahl der erreichten Personen korreliert nicht zwangsläufig mit einem bestimmten Maß an Impact.

Zudem ist es oft schwierig, die Kennzahlen zu ermitteln, die zur Bewertung des social Impact einer Organisation erforderlich sind. Die Ermittlung der Unterernährung in einigen abgelegenen Gegenden stellt zum Beispiel eine große logistische Herausforderung dar.

Warum solltest du dich einem Social Start-Up anschließen?

Traditionell bieten Organisationen mit sozialer Wirkung nicht die lukrativsten Möglichkeiten. Die Leute schließen sich diesen Unternehmen nicht wegen des Geldes an.

Wir haben Clarissa gefragt, warum sie der Meinung ist, dass der Einstieg in ein Social Start-Up ein lohnender Karriereweg ist. Zunächst strich sie heraus, dass es ihr zwar frei stand, eine solche Karriere zu verfolgen, aber nicht jeder sich das leisten kann. „Ich könnte mir einen Studentenjob suchen, aber ich bin in der sehr privilegierten Lage, dass ich das nicht unbedingt tun muss. Ich bin wirklich dankbar, dass ich studieren und gleichzeitig meine Ideen verfolgen kann”, erklärt sie. „So gesehen ist es für mich auch eine Frage des Respekts und der Verantwortung, die mir gegebenen Ressourcen zu nutzen, um meinen Teil dazu beizutragen, eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen, in der mehr Menschen frei leben und das Potenzial, das in ihnen steckt, auch verwirklichen können.”

Schließlich erklärte sie, wie wichtig es ist, ein Feedback von Mensch zu Mensch zu bekommen. Jeden Tag zu sehen, wie sich die eigene Arbeit konkret auswirkt, „ist viel mehr wert als Geld”, sagte sie strahlend. Die Zusammenarbeit mit inspirierten, gleichgesinnten Menschen, die etwas schaffen wollen, das größer ist als das eigene Selbst, ist ein weiterer Vorteil, wenn man sich einer sozialen Organisation anschließt. 

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