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Bist du ein Unternehmer, der sich für das Coaching von Gründern interessiert? Dann kannst du von Glück reden!

Mein Name ist Sven Opgenorth und ich bin Gründer und Start-Up-Coach. Ich verfüge über einen beruflichen Hintergrund in Programmierung und habe Betriebswirtschaft und Entrepreneurship studiert. Meine Leidenschaft war schon immer das soziale Unternehmertum! Ich habe bisher zwei social Start-Ups gegründet: eines, um bei der Flüchtlingskrise in Deutschland zu helfen, und eines während der Covid-Krise.

Neben den Gründungen meiner eigenen Unternehmen engagiere ich mich zunhemend im Coachingbereich von Start-Up-Teams an der Technischen Universität München und im staatlich geförderten EXIST-Programm.

Inzwischen habe ich mehrere einwöchige Design Thinking-Workshops organisiert und bin regelmäßig als Coach bei Hackathons, Seminaren und Gründerwettbewerben tätig. Meine Spezialgebiete sind intensives Coaching für Unternehmen in der Frühphase sowie Workshops, in denen ich Teams helfe, authentischere Pitches auf der Grundlage von Schauspieltechniken zu liefern.

Ich glaube, dass Coaching eine großartige Möglichkeit ist, Wissen an die Gemeinschaft zurückzugeben und junge Teams dabei zu unterstützen, als Unternehmen erfolgreich zu werden.

Du kannst mich auch dann und wann in einem Starbucks finden, wo ich mit Menschen spreche, die eine Leidenschaft für Gründungen hegen und nach Wegen suchen, damit richtig zu beginnen!

Meine Lieblingsdefinition eines Coaches beschreibt jemanden, der Menschen auf ihrem individuellen Weg begleitet. 

Ein Coach ist zum Beispiel kein Trainer, der versucht, eine bestimmte Fähigkeit zu vermitteln, und auch kein Berater, der Teams bei einem bestimmten Problem berät. 

Was genau ist Coaching und warum hilft es deinem Start-Up?

Stattdessen bist du als Coach da, um eine externe Perspektive einzunehmen, den Teams die Möglichkeit zu geben, Ideen auszutauschen und den Menschen zu helfen, wieder auf die Erfolgsspur zu gelangen. Wie läuft das ab? 

Meistens hat das Coaching zwei Hauptaspekte: Das Team und den Prozess.

Der Teamaspekt des Coachings: 

In erster Linie ist ein Coach nützlich, um Start-ups beim Teambuilding zu helfen. So oberflächlich das auch klingen mag, so glaube ich dennoch, dass dies das größte Geschenk ist, das man einem Team machen kann. 

Bei allen Teams, die ich in der Vergangenheit gecoacht habe, war die eigentliche Gründungsidee oder das Geschäft nie wirklich die Ursache für Probleme. Meistens gerieten Start-Ups aufgrund von Konflikten oder wegen persönlicher Differenzen in Schwierigkeiten. 

Wenn du ein Start-Up gründest, wirst du immer mit Herausforderungen und Misserfolgen konfrontiert sein. Nur wenn das Team flexibel genug ist und eine gute Vertrauensbasis zueinander hat, wird es durchhalten und schließlich einen Product-Market-Fit finden, der 100%ig passt. Nur die Teams, die sich an Misserfolgen aufhalten, scheitern auch  tatsächlich.

Der Aufbau eines grundlegenden Teamgeistes wird jedoch selten vom Team selbst initiiert. 

Deshalb sollte ein Coach die einzige außenstehende Person sein, die Icebreaker und teambildende Aktivitäten vorschlägt. Auch wenn diese Übungen unbeholfen und unbedeutend wirken können, werden sie für das Teambuilding von entscheidender Bedeutung sein, da sie Verletzlichkeit schaffen – die Grundlage für eine gute Teamdynamik. 

Wenn du dein Team zum ersten Mal triffst, ist die unangenehmste, aber wichtigste Aufgabe, deine eigene Ernsthaftigkeit zu opfern und einen Safe Space für Offenheit und Scheitern zuzulassen.

Der zweitwichtigste Punkt ist die Perspektive. Dinge wie das Feiern von Erfolgen und Meilensteinen können den Unterschied in deinem Team ausmachen. Es gibt eine gute Analogie, um das zu verdeutlichen: Stell dir zwei Maurer vor, die nebeneinander arbeiten. Wenn der erste gefragt wird, was er baut, sagt er: “Eine Mauer”. Wenn der zweite gefragt wird, antwortet er: “Eine Kathedrale”. 

Was glaubst du, wer hier der motiviertere Arbeiter ist? Dein Team kann sich leicht in den Details verlieren – als Coach ist es deshalb für die Motivation sehr wichtig, mit den Gründern zusammenzuarbeiten und sie fortlaufend an das große Ganze zu erinnern.

Der Prozessaspekt des Coachings: 

Neben der Schaffung einer guten Teamdynamik besteht der zweite Aspekt des Coachings darin, der wichtigste Fixpunkt für den Design-Thinking-Prozess zu sein. 

Das ist natürlich viel einfacher zu bewerkstelligen und normalerweise auch genau das, was die Teams bereits von dir als Coach erwarten. 

Auf der Grundlage deiner früheren Gründungserfahrungen und deiner Kenntnisse im Start-up-Bereich wirst du die Teams daran erinnern, kundenorientiert zu bleiben, ihnen helfen, schnelle Validierungsstrategien für ihre Ideen zu finden, sie durch Brainstorming-Meetings leiten und ihnen weitere Erkenntnisse und Kontakte vermitteln.

Wenn du anfängst, aus der Vogelperspektive zu arbeiten und mehrere Teams gleichzeitig zu coachen, wirst du feststellen, dass die meisten Teams am Anfang mit den gleichen typischen Herausforderungen konfrontiert sind. 

Es kann zum Beispiel vorkommen, dass sie ihr Produkt bereits entwickeln, ohne vorher mit potenziellen Kunden gesprochen zu haben. Als Coach ist es dann deine Aufgabe, sie heraus und zu realen Gesprächen zu drängen. 

Fast genauso häufig kommt es vor, dass Teams nach dem Gießkannenprinzip vorgehen und Tausende von Ideen für Funktionen haben, die ihr Produkt haben sollte. Als Coach solltest du ihnen helfen, sich auf ein bestimmtes Problem zu konzentrieren, mit einem bestimmten Minimum-Viable-Product. Es ist essenziell, die Teams daran zu erinnern, dass sie “den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen sollten”.

Und schließlich vergessen Start-Ups auch oft das, was ihnen besonders am Herzen liegen  sollte: einen ersten, zahlenden Kunden zu finden. Teams führen viele wilde Diskussionen über Funktionen, mögliche Wege zum Markt und entwickeln Hunderte von Partnerschaften für ihre große Vision. Dieser Ansatz führt nur zu monatelanger Arbeit, nur um am Ende festzustellen, dass kein Kunde für ihr Produkt bezahlen will. Als Coach hilfst du deinen Teams, zunächst den Kern ihrer Idee zu validieren, indem du eine Person davon überzeugst, einen geringen Betrag für das Produkt zu bezahlen. 

Was auch immer die Herausforderungen für dein Team sein mögen, ich glaube, der beste Weg, ihnen eine neue Perspektive zu geben, ist, ihnen zu zeigen, dass du bei deinen Bemühungen seinerzeit den gleichen Fehler gemacht hast und sie sich die Zeit und den Aufwand, den du investieren musstest, sparen sollten.

Wie du den Sprung vom Gründer zum Coach vollziehst

Normalerweise beginnt der Weg als Coach durch einen glücklichen Zufall.

Als ich mein erstes Start-Up gründete, nahm ich an einem Incubator für social Entrepreneurship in Frankfurt teil. Während des Programms habe ich mich mit einem Team angefreundet, das mit dem Prozessaspekt zu kämpfen hatte und nicht wusste, wie man auf den Markt gelangt. Da fing ich an, mich mit ihnen zusammenzusetzen, ihnen von meinen Erfahrungen zu erzählen und sie zu fragen: “Wie können wir das aus einer anderen Perspektive betrachten?” So habe ich meine Leidenschaft dafür entdeckt, anderen bei der Verwirklichung ihrer Gründungsziele zu helfen.

Als ich merkte, dass mir dieser Prozess Spaß machte, ließ ich mich zum Coach ausbilden. Für den Prozess des Coachings reicht es wohl aus, ein Unternehmen gegründet zu haben, gegen einige Wände gerannt zu sein und zu wissen, was man tut. Aber für den Teamaspekt kann eine professionelle Ausbildung den entscheidenden Unterschied für deine Praxis ausmachen.

Ich persönlich denke, dass das Team mindestens 50% des Coachingprozesses ausmacht. Wenn du all diese verschiedenen Techniken erlernen willst, etwa wie du das Tempo steigerst, ein gutes Verhältnis herstellst, ein Team aufbaust und welche Übungen du vollziehen kannst, brauchst du die Hilfe eines professionellen Trainers.

Die beiden größten Coaching-Sünden, die du unbedingt vermeiden solltest

Jeder macht Fehler – und das ist auch gut so! 

Bei Coaches gibt es zwei typische Verhaltensweisen, die ich vermeiden möchte, da sie in der Regel zu sehr unproduktiven Coachings führen:

  • Eine Meinung erzwingen. Wie bereits oben erwähnt, sollte ein Coach die Menschen nur innerhalb des Prozesses anleiten, er sollte ihnen jedoch keine direkten Lösungen aufzwingen. Sobald du als Coach sagst: “Ich halte Option A für die beste”, könntest du voreingenommen sein. Oder noch schlimmer: Das Team denkt, dass du voreingenommen bist, und wird versuchen, die Option, die es am liebsten mag, gegen dich zu verteidigen. Versuche auf jeden Fall, eine äußere Perspektive in die Diskussion einzubringen, anstatt ein TEIL der Diskussion zu sein. Das heißt, sorge dafür, dass das Team Entscheidungen kundenorientiert, datengesteuert und auf das Wesentliche reduziert trifft – aber triff die Entscheidung niemals für sie. Immer wenn mich ein Team nach meiner Meinung fragt, sage ich sofort: “Was ich denke, ist irrelevant. Nur was die Kunden denken, ist wichtig. Versucht also, mit euren Daten und dem Feedback des Marktes eine Antwort zu finden.
  • Sich zu sehr auf akademisches Gerede einlassen. Start-Ups, vor allem diejenigen, deren Gründer direkt von der Universität kommen, sind Experten in akademischen Analysen und Brainstorming. Wenn du einem Team als Coach zur Seite stehst, versuche zu vermeiden, “nur eine weitere Brainstorming-Stimme” zu sein, die all die fernen Möglichkeiten und Visionen aufzählt, die man verfolgen könnte. Dränge das Team stattdessen dazu, diesen Bereich zu verlassen, seine Hypothesen zu testen und so schnell wie möglich einen ersten zahlenden Kunden zu finden. Sei die Person, die das Team daran erinnert, was ihr eigentliches Ziel ist: Auf dem Markt aktiv zu sein! Eines meiner Lieblingstools, mit dem man seine Ideen sehr schnell mit echten Usern testen kann, heißt “Pre-Totyping”, das solltest du unbedingt ausprobieren!

Tipps & Tricks, um ein besserer Coach zu werden

Falls du darüber nachdenkst, deinen Coaching-Weg zu gehen, habe ich ein paar Ratschläge für dich zusammengestellt, die dir den Einstieg erleichtern:

  • Beziehungen aufbauen. Das ist wichtig, um sich als externer Coach in ein Team zu integrieren. Es gibt viele Theorien dazu, z. B. Pacing (Nachahmung von Sprache, Atmung usw.) oder aktives Zuhören (Nicken, Bestätigen, Wiederholen von Worten usw.).
  • Schaffe Verletzlichkeit. Für mich zahlt es sich am Anfang wirklich aus, Verletzlichkeit zu schaffen, nicht nur zwischen den Teammitgliedern, sondern auch zwischen mir und dem Team. Das ist besonders wichtig, wenn du im Rahmen eines Incubators coachst. Wenn du einem Team zugeteilt wirst und sie dir ihre Idee vorstellen, werden sie immer versuchen, sie gut klingen zu lassen, weil sie denken, dass du sie als Teil des Incubatorteams beurteilst. In diesem Fall ist es sehr wichtig zu sagen: “Nein, ich bin nicht für eure zukünftige Finanzierung verantwortlich. Ich bin nicht dafür verantwortlich, euch Verträge zu geben. Ich bin nur hier, um zu helfen”. Wenn du über deine eigenen Herausforderungen und Misserfolge bei der Gründung von Start-Ups sprichst, kann das den Teams helfen, offen über ihre Sorgen zu sprechen.
  • Verwende offene Leitfragen. Fragen wie “Warum?” “Wie?” “Wo?” “Wann?” “Inwiefern?” können dir sehr dabei helfen, ein Team und ein Start-up-Projekt zu verstehen. Anstatt also nur deine Meinung zu äußern, versuche, so viele Informationen wie möglich von dem Team zu bekommen, das vor dir sitzt.

Falls du Hilfe brauchst – baue auf die Community!

Willst du ein Start-up-Coach werden, hast jedoch noch offene Fragen? 

Die Antwort? Genau das, was wir auch jedem Gründerteam sagen – geh einfach da raus und probiere es!

Die Entrepreneurship-Community ist ein wunderbarer Ort voller inspirierender und motivierter Menschen! Beginne damit, einige von ihnen um Rat und Meinung zu bitten und biete vielleicht deine ersten Coachings sogar kostenlos an.

Und wenn du weitere Unterstützung brauchst, kannst du dich natürlich auch jederzeit an mich wenden!

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