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Was ist Brainstorming, wie setzte ich es ein und was sind die Nachteile?

Brainstorming kann noch nicht strukturierte Gedanken zusammenführen, sodass sie am Ende übersichtlicher erscheinen. Sei es in der Schule oder im Studium, die Verwendung von Brainstorming-Methoden sollte den meisten von uns bekannt sein. Brainstorming, das du in deinem akademischen Werdegang erlebt hast, bietet weitaus mehr Möglichkeiten, komplexe Ideen auf den Punkt zu bringen.

Im Speziellen ist die gedankliche Formulierung einer Geschäftsidee ideal für Brainstorming. Hierbei ist es wichtig zu wissen, wie du aus dem Brainstorming einen Nutzen ziehen kannst und welche Methode für dich am besten geeignet ist.

In diesem Artikel geben wir dir Tipps sowie 4 Brainstorming-Methoden, die dir auf der Suche nach deiner Geschäftsidee helfen.

Wann eignet sich Brainstorming?

Brainstorming eignet sich, wenn schnell viele Ideen zu einem Thema gebraucht werden. Wie oben beschrieben, soll Brainstorming Zeit einsparen. Ziel ist es, den Prozess der Ideenfindung zu beschleunigen. Aus diesem Grund eignet sich Brainstorming für das Finden einer Geschäftsidee. Eine Geschäftsidee besteht aus einer Vielzahl an Faktoren, die alle berücksichtigt werden müssen. Schließlich ist sie das Fundament einer potenziellen Selbständigkeit.

Der Austausch mit Anderen hilft, die eigenen Ideen unter Kontrolle zu halten. Wie auch beim Schreiben verliebt sich der Autor in seinen Text. Umso mehr Zeit in ein Projekt gesteckt wird, desto größer die Chance, eigene Fehler nicht mehr erkennen zu können. Die Ideen und Anregungen anderer helfen hierbei einen realistischeren Blick zu behalten.

Visuell kann Brainstorming als Tennismatch betrachtet werden. Die Spieler, in diesem Fall, die Teilnehmer, spielen sich gegenseitig ihre Gedanken und Ideen zu.

Tipps zum erfolgreichen Brainstorming

Wie jede Methode unterschiedliche Anwendungsgebiete hat, gibt es auch hier Tipps, die dir die Arbeit mit ihnen vereinfacht. Im Folgenden geben wir dir ein paar Anregungen.

Schaffe ein produktives Klima

Brainstorming kannst du allein für dich oder mit anderen erleben. Das Hauptaugenmerk sollte darauf liegen, dass ein Klima gegeben ist, indem alle Ideen erlaubt sind. Je mehr Ideen in dem Pool gesammelt werden, desto mehr Input wird verarbeitet.

Du erhältst eine hohe Quantität an Gedanken. Hierdurch kann das Endprodukt besser durchdacht und konkreter sein. Gedanken, die von einer Vielzahl an Ideen entsprangen, halten im Nachhinein mehr Kritik stand. Geschäftsideen müssen in der Lage sein auf eigenen Beinen zu stehen. Sie dürfen nicht bei der kleinsten Anmerkung eines Fehlers zerbrechen.

Moderiere den Gedankenaustausch

Im Brainstorming mit mehreren Teilnehmern sollte eine Person auf die Rahmenbedingungen achten.

  • Alle sollten dieselbe Zeit bekommen, ihre Ideen zu äußern. Schließlich handelt es sich hier um einen Austausch.
  • Starke Meinungen sind erlaubt. Kritik willkommen. Jedoch unter dem Gesichtspunkt, dass niemand persönlich angegriffen wird.
  • Bringe die Gruppe zurück auf den ursprünglichen Punkt. Gedanken und Ideen können schnell zu weiteren, entfernten Ansichten führen. Für die Produktivität eines Brainstormings muss der rote Faden nicht aus den Augen verloren werden.
  • Bei einer ruhigeren, vielleicht schüchternen Gruppe von Teilnehmern, motiviere diese sich einzubringen. Brainstorming lebt von einem regen Austausch.

Behalte die Uhr im Auge

Brainstorming lebt von Ideen und Vorschlägen, aber sie müssen auch verarbeitet werden. Je mehr Ideen beachtet werden müssen, desto länger und komplexer wird es, die spätere Auswahl zu treffen. Überlege dir deshalb einen zeitlichen Rahmen, der eingehalten werden soll. Wir sprechen hierbei nicht von einer Sekundenlandung. Jedoch sollte der gesetzte Rahmen nicht um das doppelte gesprengt werden.

Brainstorming wird in der Regel in 60-Minuten-Intervallen durchgeführt. Im Anschluss kann noch weitere Zeit gegeben werden. Üblich sind 30 bis 60 Minuten zur weiteren Überarbeitung.

Brainstorming-Methoden

Brainstorming bietet eine Fülle an Methoden und Techniken. Für den Moment beschränken wir uns auf 4 Brainstorming-Methoden. Jede für sich hat unterschiedliche Herangehensweisen, die zum Ziel führen können.

Wie funktioniert Mindmapping?

Mindmapping ist wohl die bekannteste Version des Brainstorming. Beginnend in der Mitte, in der die Grundidee liegt, bewegt sich der Gedankengang nach außen. Das große Ganze wird in kleinere Stücke zerteilt. Hierdurch wird die Komplexität aufgebrochen und die Thematik besser verständlich gemacht. Die gefundenen Themen werden in weitere Unterthemen aufgeteilt, die miteinander verbunden sind. Hierdurch entsteht ein roter Faden mit allen wichtigen Gedanken.

Diese Methode eignet sich für die eigene Arbeit zur Ideenfindung, wenn du nicht weiterkommst. Aber auch in Gruppen kann diese Methode einen Mehrwert bieten, weil neue Muster auftauchen können, die du nicht selbst erkannt hättest.

Du kannst heute auch online deine Mindmap kreieren.

Wie funktioniert Starbusting?

Im Gegensatz zu Mindmapping, untersucht Starbusting die Herausforderungen oder Gelegenheiten, die deine Idee mit sich bringt. In einem sechszackigen Stern stellst du die W-Fragen.

  • Wer?
  • Was?
  • Wie?
  • Wann?
  • Warum?
  • Wo?

In der Mitte des Sterns steht deine Grundidee. Die Idee wird nachfolgend unter den sechs Bereichen hinterfragt. Diese Methodik eignet sich für das Lösen von Problemen während deiner Suche nach deiner Geschäftsidee. Sie kann darüber hinaus verwendet werden, wenn deine Kunden Unzufriedenheit äußern. Auch in der Forschung nach einem neuen Markt können diese Fragen dir Hilfestellung geben.

Starbusting eignet sich ideal für Gruppen. Zu Beginn beantworten sie die Fragen für sich selbst. Falls eine der Fragen deutlich mehr Möglichkeiten bietet, bearbeite diese in kleineren Gruppen. Im Nachgang werden die Ergebnisse zusammengefasst sowie nach Übereinstimmungen gesucht. Entsprechend lohnt es sich, einen Moderator einzusetzen, der den Rahmen im Blick hält.

Wie funktioniert Brain-Netting?

Brain-Netting findet nicht in einem gemieteten Raum statt, sondern im Internet. Mithilfe von Programmen wie Slack oder Videoplattformen wie Zoom, tauschst du deine Ideen mit anderen aus. Die Vorteile von Brain-Netting sind:

  • Du kannst von überall teilnehmen. Du brauchst lediglich einen Computer und eine stabile Internetverbindung.
  • Erhalte Ideen, die kulturübergreifend sind. Durch die gegebene Flexibilität, kannst du mit Menschen in Indien, Schweden und Deutschland zeitgleich in den Austausch kommen.
  • Visualisierung, die jeder lesen kann. An einer Tafel oder eine Pinnwand brauchst du eine Schrift, die alle lesen können. Über das Internet kannst du z.B. mithilfe von PowerPoint Grafiken erstellen.
  • Teile deine Dokumente und lasse sie überarbeiten. Sende deine Ideen binnen Sekunden an alle Teilnehmer oder lasse sie auf deinen Bildschirm schauen.

Während das Internet vieles vereinfacht, kann es beim Brain-Netting jedoch auch zu Problemen kommen. Abhängig davon, wo die Teilnehmer sind, kann es schwierig werden eine passende Uhrzeit zu finden. Des Weiteren ist eine gute Kommunikation von der jeweiligen Internetverbindung der Teilnehmer abhängig.

Wie funktioniert Reverse-Brainstorming?

Wohingegen die beschriebenen Methoden der Suche nach einer noch nicht durchdachten Idee folgen, gehen wir nun in die andere Richtung. Reverse-Brainstorming sucht nach den Ursachen von Problemen, die eine Idee mit sich bringen könnte.

“Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.” – Albert Einstein

Ein Beispiel dieser Methode:

Normale Fragestellung: Wie können wir mehr Kunden gewinnen?

Reverse-Fragestellung: Was müssen wir alles falsch machen, damit wir unsere Kunden verlieren?

Menschen fällt es leichter Probleme zu sehen, als Lösungen zu finden. Diese Methode sucht nach den Problemen, die das weitere Vorgehen verschlimmern würde. Im Ausschlusskriterium suchst du auch nach Problemen, die nicht gelöst werden können. Ein Umdenken muss passieren. Für das beste Ergebnis solltest du dir diese Fragen nicht alleine stellen, sondern mit einer Gruppe deine Ergebnisse teilen.

Brainstorming und seine negativen Aspekte

Es wäre falsch, hauptsächlich die positiven Aspekte aufzuzählen, wenn auch viele Kritiker dieser Methodik existieren. Brainstorming wird schon seit vielen Jahren in seiner Effektivität hinterfragt. In einer Studie von Stroebe, Wolfgang, Nijstad, Bernard A. und Rietzschel, Eric F., die 2010 veröffentlicht wurde, geben sie unter folgenden Gesichtspunkten ihre Ergebnisse wieder:

Die Kritik

  • Fehlende Kritik: Der Austausch in einer Gruppe verläuft offen und ohne Kritik. Alles ist erlaubt, solange es thematisch passt. Hier sieht die Studie und viele Kritiker das Hauptproblem. Wenn jede Idee frei geäußert sowie nicht hinterfragt wird, worin liegt der Mehrwert für eine schnellere Lösungsfindung?
  • Quantität über Qualität: Wenn alles Gesagte akzeptiert wird, gibt es am Ende einer 60-minütigen Sitzung viel zu bearbeiten. Wie du es vielleicht aus der Schulzeit kennst, kann der größte Teil davon nicht benutzt werden. Jedoch wurde die Zeit gegeben, alles anzuhören, um letztlich mit wenig dazustehen. Ideen hoher Qualität gehen in einem Meer von Ideen unter und müssen durch weitere Arbeit wiedergefunden werden.
  • Die Fantasie hat wenig Grenzen: Aufbauend auf die genannten Punkte, ermöglicht eine fehlende oder sanfte Moderation zu viel Spielraum. Dieser Spielraum kann mit allem gefüllt werden, was der Sprecher für relevant hält. Mit der Freiheit gegeben, verlockt das auch den Rest der Gruppe über jeglichen Tellerrand zu blicken. Dadurch kann sich die Gruppe immer weiter von dem ursprünglichen Thema entfernen.
  • Wie verbindet man Ideen zu anderen, wenn diese keinen groben Rahmenbedingungen folgen? Schwer. Je weiter die Ideen frei geäußert werden, ohne einer Anleitung zu folgen, desto komplizierter ist die spätere Bearbeitung. Brainstorming zielt letztlich darauf ab, in einen Austausch von Gedanken zu kommen. Wenn aber die Gedanken aller Teilnehmer zu vage geäußert werden, so ist es schwer eine Verbindung aufzubauen, die zu einem Ergebnis führt.

Welche Lösungsansätze gibt es beim Brainstorming?

Dennoch sieht die Studie einen Mehrwert hinter Brainstorming, wenn dieses richtig genutzt wird. Die Gruppengröße spielt eine wichtige Rolle. Es gilt herauszufinden, wann zu viele Teilnehmer Input geben und wann mehr benötigt wird. Wenn es darum geht neue Ideen zu äußern, sollte das in schriftlicher Form geschehen und nicht nur mündlich. Dadurch wird alles Wort für Wort festgehalten, sodass keine Missverständnisse aufkommen. Des Weiteren kann Brainstorming gerade zu Beginn eines Projektes hilfreich sein, um mehr Informationen zu gewinnen.

Zusammenfassend zeigt Brainstorming ein hohes Potenzial, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Finde für dich heraus, welche Methode am besten funktioniert. Probiere dich aus und finde Wege, deine Geschäftsidee zu verbessern.

Für weitere Informationen zu diesem Thema haben wir einen Blog.

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