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Falls du vor der Entscheidung zwischen Forschung und Unternehmertum stehst, haben wir ein paar  Antworten für dich auf Lager. Deshalb haben wir mit Johannes King über seinen Wechsel von der Physik in die Welt der Start-ups gesprochen. Er erklärt, wie sein akademischer Hintergrund seine Projekte prägt und ihn zu einem besseren Unternehmer macht.

Johannes King begann sein Physikstudium nach der Schule und machte einen Bachelor, einen Master und dann seinen Doktor in Hochenergie-Astroteilchenphysik. „Ich habe mich damals sehr für das Thema interessiert und konnte mir anfangs durchaus eine Karriere in der Wissenschaft vorstellen”, sagt er. „Die ganze Zeit, in der ich an der Uni war und studierte, bereitete ich mich auf eine Karriere als Forscher vor. Dann habe ich promoviert und irgendwann gemerkt, dass das eigentlich nicht das ist, was ich machen will.”

Er erläuterte uns, dass er zwar den problemlösenden Aspekt der Wissenschaft mochte und sich neue Konzepte und Ideen ausdachte – aber wenn es um die eigentliche Forschung ging, verspürte er nicht die Leidenschaft, um in seinem gewählten Bereich erfolgreich zu sein. Wenige Monate vor dem Studium stand er vor einem Problem: „Ich wusste nicht, wofür ich noch wirklich brannte, also hieß es: ‘Okay, und was mache ich jetzt?’”

Der Wechsel von der Forschung in einen anderen Sektor

Dieses Gefühl des Zweifels ist ein häufig auftretendes Problem für Menschen, die einen Doktortitel haben. „Du verbringst die ganze Zeit in diesem Elfenbeinturm, weit weg von allem und der eigentlichen Realität”, erklärte Johannes.

Viele glauben denken, dass sie mit einem wissenschaftlichen Doktortitel eigentlich nichts Praktisches gelernt haben. „Wenn du ein Schreiner bist, verfügst du über praktische Fähigkeiten. Wenn du deine Lehre als Schreiner abgeschlossen hast, gehst du los und deckst den Bedarf im Handwerk, also machst du einfach deine Arbeit. Allerdings hat wohl noch keiner gesagt: ‘Okay, wir brauchen einen Astroteilchenphysiker, der uns etwas über Astroteilchenphysik erzählt’”, scherzt Johannes.

Tatsächlich erwirbt man in der Wissenschaft jedoch viele übertragbare Soft Skills, die auch in anderen Bereichen, für das Management und die Wirtschaft von Bedeutung sind, erklärt er. Von der Verwaltung eines Projekts und der Organisation deiner Zeit bis hin zur Präsentation von Projekten (z. B. auf Konferenzen) und dem Aufbau von Netzwerken – deine akademische Erfahrung kann ein großer Gewinn für deine zukünftigen Erfahrungen in anderen Bereichen sein.

Nach einigen Recherchen wurde Johannes klar, dass ihm nach seinem Studium tatsächlich viele Wege offenstanden:

  • Journalismus. Johannes zog Wissenschaftsjournalismus in Betracht, für den sein Abschluss sehr nützlich gewesen wäre. Fachjournalismus kann eine großartige Option für Studierende nach dem Abschluss sein.
  • Unterrichten. Egal, ob es das Fach ist, das du studiert hast, oder ein anderes – zu unterrichten ist ein sehr lohnenswerter Weg und ein Hochschulabschluss ist ein großer Vorteil, um in diesen Bereich einzusteigen.
  • Programmieren und Entwickeln. Vor allem, wenn du einen wissenschaftlichen Doktortitel anstrebst, für den du programmieren musst, bieten Softwareentwicklung und -programmierung außerordentliche Möglichkeiten.
  • Data Science und Forschung. Die analytischen Fähigkeiten, die du während deines Studiums erwirbst, lassen sich auch auf andere Bereiche übertragen und sind zum Beispiel für eine Karriere in der Datenwissenschaft sehr nützlich.

Von der akademischen Welt zum Unternehmertum

Am Ende entschied sich Johannes für keinen der oben genannten Karrierewege. Der Zufall wollte es, dass er sich ins Unternehmertum stürzte.

Während er in Leipzig Musik und Physik auf Lehramt studierte, ging ihm das Geld aus und er brauchte einen Job. „Es war also reiner Zufall, dass ich bei einem Start-up in der Anfangsphase landete”, erklärt er. Er war erst der zweite Mitarbeiter in einem sehr kleinen Team, dessen Gründer ebenfalls Physiker waren.

„Damit begann ein Prozess, bei dem ich diese Welt kennenlernte. Ich erreichte einen Punkt, an dem ich sagte: ‘Okay, das ist fantastisch. Wie kann ich das selbst anstellen?’”, erzählte er uns. „Ich entdeckte meine Leidenschaft für Produkte, die Entwicklung und das bestreben, die Probleme der Menschen zu verstehen und Lösungen für sie zu finden.”

Wir haben Johannes gefragt, was ihn an der Welt des Unternehmertums besonders reizt. „Ich glaube, es ist der Einfluss, den man hat”, erklärt er. „Was mir an der akademischen Welt und der Arbeit in einem großen Unternehmen nicht gefiel, war, dass es so viel Politik und so viele Grenzen gibt. Wenn man in einem Start-up etwas ausprobieren will, kann man es einfach tun, und wenn man scheitert, macht man es noch einmal. Das ist wirklich ein praktischer Ansatz, den ich wirklich cool finde.”

Johannes erklärte auch, dass das Unternehmertum seinen vielen Interessen entgegenkommt. Die interdisziplinäre Natur der Unternehmensgründung bedeutet, dass man am Ende eine sehr vielseitige Arbeit macht, die zu jemandem passt, der sich nicht auf eine bestimmte Leidenschaft festlegen möchte. „An einem Tag sprichst du vielleicht mit Kunden, am nächsten Tag vernetzt du dich in den sozialen Medien, am darauffolgenden Tag denkst du über Design nach und am vierten Tag diskutierst du mit einem Entwickler”, so sein Beispiel.

Johannes hat erkannt, dass das Verlassen der akademischen Welt eine große Herausforderung sein kann. Wenn du 5, 6, 7 Jahre deines Lebens in ein bestimmtes Fachgebiet investiert hast, kann es schwer sein, sich einzugestehen, dass es Zeit ist, weiterzuziehen. In der akademischen Welt, so erklärt er, wird es oft als Versagen angesehen, wenn man sich umorientiert und das Fachgebiet verlässt. Johannes sieht das jedoch anders: „Es ist kein Versagen, die akademische Welt hinter sich zu lassen, denn du wirst definitiv von den Erfahrungen profitieren, die du gemacht hast.”

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